Das Perlmuster gehört zu den beliebtesten Strickmustern – nicht zuletzt, weil es einfach zu lernen ist. Gleichzeitig verleiht es einem Strickstück schnell Struktur, Relief und eine schöne Oberfläche. Dadurch eignet es sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Strickerinnen und Stricker und lässt sich für viele unterschiedliche Projekte verwenden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das Perlmuster stricken, welche Varianten es gibt, worin es sich von anderen Mustern unterscheidet und wie Sie es bereits bei Ihren ersten Projekten einsetzen können.
Was ist das Perlmuster eigentlich?
Das Perlmuster entsteht, indem rechte und linke Maschen abwechselnd gestrickt werden. In der folgenden Reihe werden die Maschen jeweils entgegengesetzt gearbeitet. Dadurch entsteht die charakteristische körnige Struktur, die dem Strickstück einen zugleich natürlichen und dekorativen Look verleiht. Im Gegensatz zu manchen anderen Mustern wie glatt rechts rollt sich das Perlmuster an den Rändern deutlich weniger ein. Außerdem ist das Perlmuster beidseitig attraktiv und eignet sich deshalb besonders gut für Schals, Loops, Decken und andere Projekte, bei denen beide Seiten sichtbar sein können.
Wie strickt man das Perlmuster?
Wie bereits erwähnt, eignet sich das Perlmuster für nahezu jedes Strickniveau. Das Grundprinzip besteht darin, rechte und linke Maschen innerhalb einer Reihe abzuwechseln und in der nächsten Reihe jeweils das Gegenteil der sichtbaren Masche zu stricken. So funktioniert es:
Benötigtes Material:
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ein Paar Stricknadeln
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ein Knäuel Wolle oder Garn in passender Stärke
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Optional: ein Needle-it Strickset für Anfänger, zum Beispiel unser Mützen-Strickset oder unser Schal-Strickset.
Perlmuster stricken: die Anleitung
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Schlagen Sie eine ungerade Anzahl an Maschen an, zum Beispiel 21 Maschen. So lässt sich die Abfolge beim Flachstricken besonders leicht wiederholen.
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Reihe 1: Stricken Sie abwechselnd 1 Masche rechts und 1 Masche links über die gesamte Reihe.
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Reihe 2 und alle folgenden Reihen: Arbeiten Sie jede Masche entgegengesetzt zu ihrem Erscheinungsbild. Erscheint eine Masche rechts, stricken Sie sie links. Erscheint sie links, stricken Sie sie rechts.
Das bedeutet: Sie stricken immer das Gegenteil der Masche, die Sie vor sich sehen.
Ein einfacher visueller Tipp für Anfänger
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Eine rechte Masche sieht auf der Vorderseite wie ein kleines „V“ aus.
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Eine linke Masche erkennt man an der kleinen querliegenden Erhebung.
Wenn Sie lernen, diese beiden Maschen sicher zu erkennen, können Sie einfach jeweils die entgegengesetzte Masche stricken und so ein gleichmäßiges Perlmuster erhalten.
Wie strickt man ein großes Perlmuster?
Das große Perlmuster ist eine Variante des klassischen Perlmusters. Das Prinzip bleibt ähnlich, allerdings wird die Abfolge erst nach zwei Reihen gewechselt. Dadurch entsteht eine etwas größere und markantere Struktur.
So stricken Sie das große Perlmuster:
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Schlagen Sie eine gerade Anzahl an Maschen an.
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Reihen 1 und 2: Stricken Sie abwechselnd 1 Masche rechts und 1 Masche links.
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Reihen 3 und 4: Stricken Sie abwechselnd 1 Masche links und 1 Masche rechts.
Dadurch entsteht ein gröberes und stärker strukturiertes Muster, das sich zum Beispiel gut für Decken, Pullover oder Kissenhüllen eignet.
Wofür eignet sich das Perlmuster?
Das Perlmuster ist ein besonders vielseitiges Strickmuster. Es verleiht dem Strickstück Struktur und sorgt dafür, dass es relativ formstabil und flach bleibt. Hier sind einige Projekte, für die sich das Muster besonders gut eignet:
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Eine Babydecke: Das strukturierte Muster ist beidseitig schön und eignet sich gut für Decken. Bei Needle-it finden Sie außerdem Ideen rund um gestrickte Babydecken.
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Eine Mütze: Ein gut geeignetes Projekt, um verschiedene Grundtechniken zu üben. Mit unserem Mützen-Strickset können Sie Ihre Strickkenntnisse Schritt für Schritt vertiefen.
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Ein Loop oder Schlauchschal: Das Perlmuster sorgt für eine schöne Struktur und rollt sich an den Rändern kaum ein.
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Eine Strickjacke oder ein strukturierter Pullover: Das Muster kann für das gesamte Kleidungsstück oder nur für einzelne Bereiche und Blenden verwendet werden.
Perlmuster oder glatt rechts: Was ist der Unterschied?
Das Perlmuster und glatt rechts gehören zu den häufig verwendeten Grundmustern. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Optik, Struktur und Verhalten. Wer diese Unterschiede kennt, kann leichter entscheiden, welches Muster am besten zum jeweiligen Projekt passt.
Glatt rechts: glatt und vielseitig, aber mit rollenden Rändern
Glatt rechts gehört zu den bekanntesten Strickmustern. Beim Flachstricken wird dafür eine Reihe rechts und die nächste Reihe links gestrickt. Dadurch entsteht auf der Vorderseite eine glatte, gleichmäßige Oberfläche mit den typischen V-förmigen Maschen.
Das klare Maschenbild macht glatt rechts besonders beliebt für Pullover und viele andere Kleidungsstücke. Allerdings neigt dieses Muster dazu, sich an den Rändern einzurollen. Deshalb wird es häufig mit Bündchen, kraus rechts oder anderen stabilisierenden Randmustern kombiniert.
Perlmuster: strukturiert, stabil und beidseitig schön
Das Perlmuster liegt dagegen deutlich flacher. Durch den ständigen Wechsel zwischen rechten und linken Maschen entsteht eine körnige, strukturierte Oberfläche und das Strickstück rollt sich an den Kanten wesentlich weniger ein.
Ein weiterer Vorteil: Das Perlmuster wirkt auf beiden Seiten dekorativ. Deshalb eignet es sich besonders für Projekte, bei denen Vorder- und Rückseite sichtbar sind, zum Beispiel Loops, Schals und Decken.
Warum nicht Perlmuster und glatt rechts kombinieren?
Perlmuster und glatt rechts lassen sich hervorragend in einem Strickprojekt kombinieren. Dadurch können Sie mit unterschiedlichen Texturen spielen und gleichzeitig das Einrollen von glatt rechts gestrickten Flächen reduzieren. Ein glatt rechts gestrickter Hauptteil mit einer Blende aus Perlmuster sorgt zum Beispiel für einen schönen Kontrast und einen stabileren Rand. Eine einfache Möglichkeit, schon bei den ersten Projekten abwechslungsreiche Strukturen zu gestalten.








