Ob Anfänger oder erfahrene Stricker: Fehler beim Stricken passieren jedem. Eine vergessene Masche, ein Zählfehler oder ein falsch gearbeitetes Zopfmuster kann zunächst ärgerlich wirken. Der erste Gedanke ist dann oft, das Gestrick sofort wieder aufzutrennen. Doch muss man wirklich jedes Mal alles neu machen? Die beruhigende Antwort lautet: nein. Stricken soll schließlich Freude machen und nicht für unnötigen Frust sorgen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten, Strickfehler zu korrigieren, ohne gleich das gesamte Projekt aufzutrennen.
Eine gefallene Masche retten: ein häufiger Fehler, der sich leicht korrigieren lässt
Eine Masche ist von der Nadel gerutscht und vielleicht sogar mehrere Reihen nach unten gefallen? Das passiert beim Stricken häufig. Die gute Nachricht: Dieser Fehler lässt sich meistens besonders einfach korrigieren. Sie brauchen dafür lediglich eine kleine Häkelnadel und gehen folgendermaßen vor:
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Führen Sie die Häkelnadel durch die gefallene Masche.
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Ziehen Sie die Querfäden der entstandenen „Leiter“ nacheinander durch die Masche.
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Setzen Sie die gerettete Masche anschließend wieder richtig auf die Stricknadel.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Artikel darüber, wie Sie eine gefallene Masche retten.
Nur bis zum Fehler auftrennen: Sie müssen nicht von vorne beginnen
Manchmal liegt der Fehler einige Reihen weiter unten: ein vergessener Umschlag, eine falsch gestrickte Musterreihe oder eine zusätzliche Masche. Vielleicht entdecken Sie ihn erst später. Trotzdem müssen Sie nicht das gesamte Projekt auflösen. Sie können Ihr Gestrick kontrolliert nur bis zur fehlerhaften Reihe auftrennen und von dort aus weiterarbeiten.
So können Sie dabei vorgehen:
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Arbeiten Sie langsam und sichern Sie die Maschen möglichst, bevor Sie die Nadel vollständig herausziehen.
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Lösen Sie das Garn vorsichtig Reihe für Reihe bis zum Fehler.
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Nehmen Sie die Maschen anschließend einzeln und in der richtigen Orientierung wieder auf die Nadel.
Wenn Sie dabei zusätzliche Sicherheit möchten, können Sie vor dem Auftrennen eine Rettungsleine einziehen. Dazu führen Sie einen dünnen, kontrastierenden Faden mit einer Wollnadel durch die Maschen einer korrekt gestrickten Reihe unterhalb des Fehlers. So können die Maschen beim Auftrennen nicht weiter als bis zu dieser Sicherheitslinie fallen.
Einen kleinen Fehler einfach lassen? Auch das ist möglich
Nicht jeder kleine Fehler muss unbedingt korrigiert werden. Gerade bei handgestrickten Projekten gehören kleine Unregelmäßigkeiten zum individuellen Charakter des Stücks.
Eine einzelne falsch platzierte Masche, eine unauffällige verdrehte Masche oder eine kleine Unregelmäßigkeit können Sie unter Umständen einfach so lassen, wenn sie weder die Stabilität noch die Passform oder den Komfort des Strickstücks beeinträchtigen.
Nach dem Spannen, Waschen oder Zusammennähen fallen kleine Abweichungen häufig deutlich weniger auf. Entscheidend ist vor allem, ob Sie selbst mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Den Fehler dekorativ integrieren: aus einer kleinen Panne wird ein Detail
Sie haben eine kleine Unregelmäßigkeit oder ein Loch entdeckt, das sich nicht mehr sinnvoll korrigieren lässt? Wenn die Stelle zuvor ausreichend gesichert wurde und die Stabilität des Strickstücks nicht beeinträchtigt ist, können Sie sie auch kreativ in das Design integrieren. Ein dekoratives Element kann aus einer kleinen Reparatur sogar einen Blickfang machen:
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eine kleine Schleife über einer unauffälligen Stelle;
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ein dekorativer Knopf als Gestaltungselement;
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eine kleine Stickerei, beispielsweise eine Blume oder ein anderes Motiv;
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eine gehäkelte Bordüre an einem unregelmäßigen Rand.
Solche kreativen Lösungen können einem handgemachten Projekt zusätzlichen Charakter verleihen. Wichtig ist lediglich, dass lose oder laufende Maschen zuerst fachgerecht gesichert werden.
Fehler beim Stricken gehören zum Lernen dazu
Sie müssen also nicht jedes Mal von vorne beginnen, sobald beim Stricken etwas schiefgeht. Je nach Fehler können Sie einzelne Maschen reparieren, nur wenige Reihen auftrennen oder eine kleine Unregelmäßigkeit bewusst im Projekt belassen.
Beim Stricken lernen Sie mit jedem Projekt neue Techniken kennen. Fehler sind dabei ganz normale Schritte auf dem Weg zu mehr Sicherheit. Je häufiger Sie verschiedene Situationen korrigieren, desto leichter fällt es Ihnen später, selbstständig die passende Lösung zu finden. Bei Needle-it möchten wir Stricken als kreative, entspannte und zugängliche Handarbeit vermitteln.
Ihr Projekt muss deshalb nicht vollkommen gleichmäßig sein, um etwas Besonderes zu sein. Gerade selbst gemachte Stücke tragen Ihre persönliche Handschrift. Wenn Sie mit einem einfachen Projekt beginnen möchten, eignen sich beispielsweise unser Mützen-Strickset oder unser Strickset für eine Babydecke. Bei Needle-it begleiten unsere Anfänger-Sets Sie Schritt für Schritt dabei, die Grundlagen zu lernen und mit jedem Projekt sicherer zu werden.








