Fast jeder, der strickt, kennt diese Situation: Sie arbeiten konzentriert an Ihrem ersten Schal oder einer warmen Wintermütze und plötzlich rutscht eine Masche von der Nadel und läuft mehrere Reihen nach unten. Gerade für Anfänger kann das zunächst verunsichernd wirken. Doch eine gefallene Masche lässt sich meist problemlos wieder aufnehmen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine verlorene Masche retten und anschließend entspannt weiterstricken können.
Das Problem erkennen: eine gefallene Masche
Schauen Sie sich zunächst genau an, was passiert ist. Bei einer gefallenen Masche ist eine Schlaufe von der Stricknadel gerutscht und hat sich möglicherweise über mehrere Reihen gelöst. Dadurch entsteht eine senkrechte Reihe aus losen Querfäden, die häufig wie eine kleine „Leiter“ aussieht.
Die Masche ist deshalb aber nicht verloren. Solange das Garn nicht gerissen ist, lässt sie sich in vielen Fällen wieder nach oben arbeiten, ohne dass Sie das gesamte Strickstück auftrennen müssen.
Was brauchen Sie, um eine gefallene Masche zu retten?
Sie benötigen keine besondere Ausrüstung, um eine gefallene Masche wieder aufzunehmen. Hilfreich sind:
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eine Stricknadel;
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eine Häkelnadel – optional, aber besonders praktisch;
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gutes Licht und etwas Geduld.
Wenn Sie gerade erst mit dem Stricken anfangen und Ihre Fadenspannung noch üben, sind gefallene Maschen völlig normal. Mit einfachen Anfängerprojekten können Sie solche Grundtechniken Schritt für Schritt lernen. Bei Needle-it bieten sich dafür beispielsweise unser Schal-Strickset oder unser Mützen-Strickset an.
Anleitung: So nehmen Sie eine gefallene Masche wieder auf
Mit dieser einfachen Methode können Sie eine gefallene Masche Schritt für Schritt retten:
Schritt 1: Die gefallene Masche finden
Suchen Sie die Schlaufe, die von der Nadel gerutscht ist. Sie befindet sich meist am unteren Ende der entstandenen „Leiter“ und ist häufig etwas größer als die übrigen Maschen.
Schritt 2: Die Masche sichern
Sichern Sie die Schlaufe möglichst schnell mit einer Häkelnadel, Stricknadel oder einem Maschenmarkierer, damit sie nicht noch weiter nach unten läuft.
Schritt 3: Die Querfäden erkennen
Die horizontal verlaufenden Fäden oberhalb der gefallenen Masche entsprechen den Reihen, die sich gelöst haben. Mithilfe dieser Querfäden bauen Sie die fehlenden Maschen wieder auf.
Schritt 4: Die Masche nach oben arbeiten
Am einfachsten gelingt dies mit einer Häkelnadel. Führen Sie den nächsten Querfaden durch die vorhandene Schlaufe. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit jedem weiteren Querfaden von unten nach oben, bis Sie wieder auf Höhe der aktuellen Reihe angekommen sind.
Needle-it Tipp: Bei glatt rechts gestrickten Flächen sollten Sie darauf achten, dass die neue Masche dieselbe Ausrichtung wie die umliegenden Maschen erhält. Bei linken Maschen wird die Schlaufe entsprechend von der anderen Seite aufgenommen.
Schritt 5: Die Masche wieder auf die Nadel setzen
Sobald Sie die Masche bis zur aktuellen Reihe hochgearbeitet haben, setzen Sie sie wieder auf die passende Stricknadel. Achten Sie darauf, dass sie nicht verdreht sitzt. Danach können Sie ganz normal weiterstricken.
Rechte oder linke Masche? Darauf sollten Sie achten
Wie Sie eine gefallene Masche wieder aufnehmen, hängt auch vom gestrickten Muster ab:
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Bei einer rechten Masche wird der Querfaden so durch die Schlaufe gezogen, dass auf der Vorderseite wieder die typische V-Form entsteht.
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Bei einer linken Masche wird die Masche entsprechend in die entgegengesetzte Richtung aufgebaut, sodass auf der Vorderseite wieder die typische horizontale Erhebung sichtbar ist.
Falls die Masche beim ersten Versuch nicht richtig sitzt, können Sie sie vorsichtig wieder lösen und erneut aufnehmen. Wenn Sie Ihre Grundlagen noch einmal auffrischen möchten, hilft Ihnen auch unser Artikel darüber, wie man Maschen anschlägt.
Was tun, wenn die Masche mehrere Reihen gefallen ist?
Manchmal fällt eine verlorene Masche erst einige Reihen später auf. Auch dann funktioniert die gleiche Methode. Sie müssen lediglich jeden Querfaden der entstandenen Leiter nacheinander wieder durch die Masche ziehen.
Wenn Sie sich dabei noch unsicher fühlen, können Sie die Technik zunächst an einem kleinen Probestück üben. Unsere 5 einfachen Strickprojekte für Anfänger bieten Ihnen dafür verschiedene Möglichkeiten.
3 Tipps, um gefallene Maschen zu vermeiden
Jetzt wissen Sie, wie Sie eine gefallene Masche retten. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie außerdem verhindern, dass Maschen allzu häufig von der Nadel rutschen:
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Achten Sie auf eine gleichmäßige Fadenspannung: Sehr lockere Maschen können leichter von der Nadel gleiten, während zu festes Stricken die Arbeit unnötig erschwert.
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Verwenden Sie passende Stricknadeln: Nadelmaterial und Spitzen sollten zu Ihrem Garn und Ihrer persönlichen Strickweise passen.
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Machen Sie regelmäßig Pausen: Mit nachlassender Konzentration steigt die Wahrscheinlichkeit kleiner Fehler. Legen Sie Ihr Projekt deshalb ruhig zwischendurch zur Seite.
Wenn Sie weitere Tipps für einen entspannten Einstieg suchen, lesen Sie unseren Artikel 10 Tipps, um Ihre Stricktechnik zu verbessern.
Needle-it begleitet Sie bei Ihren ersten Strickprojekten
Eine gefallene Masche ist kein Grund, ein Strickprojekt von vorne zu beginnen. Solche kleinen Fehler gehören zum Lernen dazu. Sobald Sie wissen, wie Sie eine verlorene Masche erkennen und wieder aufnehmen, gewinnen Sie schnell mehr Sicherheit und Selbstvertrauen beim Stricken.
Bei Needle-it wissen wir, dass jedes Strickprojekt aus kreativen Momenten, neuen Techniken und manchmal auch kleinen Herausforderungen besteht. Deshalb sind unsere Stricksets für Anfänger so gestaltet, dass Sie die wichtigsten Grundlagen Schritt für Schritt entdecken und typische Fehler leichter korrigieren können.








